Was tun bei Mobbing?

Begriff:

Der Konfliktforscher Heinz Leymann (1932-1999) kreierte um 1990 diesen Begriff aus dem Englischen „to mob“, was soviel heißt wie „jemanden anpöbeln“. Normalerweise agieren mehrere Täter gegen ein Opfer.

Gemobbt wird meist in Gemeinschaften am Arbeitsplatz, in Schulen, im Gefängnis, beim Militär, in Behörden, in Krankenhäusern und im Internet (Cyber-Mobbing).

Synonyme und ähnliche Begriffe:

Bullying, Cybermobbing,Hänseln, Psychoterror, Intrige, Schikane, Ausgrenzung, Belästigung, Nötigung, Marter, Manipulation, Anzüglichkeit, Beleidigung, Diffamierung, Diskreditierung, Herabsetzung, Hohn, Rufmord, Rufschädigung, Sarkasmus, Verleumdung, Desinformation, Diskriminierung, Ehrverletzung, Herabwürdigung, Kesseltreiben, Sensationslust, üble Nachrede, Verleumdung, Belästigung, Erpressung, Freiheitsberaubung, Gängeln, Machtausübung, Gewalt, Ultimatum, Zwangsmittel

Je früher man Mobbing erkennen, desto schneller kann man helfen.

Wie erkennt man Mobbing?

  • Ist Ihr Kind nicht mehr fröhlich, hat wenig Elan, Ehrgeiz, Motivation?
  • Hat Ihr Kind plötzlich keine Lust mehr, in die Schule zu gehen?
  • Hat Ihr Kind Kummer?
  • Ist Ihr Kind häufiger krank?
  • Hat es Kopf- oder Bauchschmerzen?
  • Kommt es öfter mit zerrissenen Klamotten nach Hause?
  • Fehlt öfters Schulmaterial im Ranzen?
  • Kommt Ihr Kind mit dem Taschengeld nicht mehr aus?
  • Hat Ihr Kind blaue Flecken, Hautabschürfungen?

Hören Sie zu , stellen Sie Fragen,  und ganz wichtig: "Glauben Sie Ihrem / dem Kind"

Führen Sie ein Mobbingtagebuch mit den " 7 W- Fragen"

  • Wer hat…  ?
  • Was genau…  ?
  • Wie gemacht…  ?
  • Wo gemacht… ?
  • Wann…  ?
  • Wer war daran beteiligt ...?
  • Warum…?

Ich als Coach stehe Ihnen zur Seite und nenne Ihnen Institutionen und Ansprechpartner , die Sie zusätzlich unterstützen können.

Durch persönliche Kontakte zu Psychologen,den Institutionen (Kinderschutzbund, Weißer Ring) und Behörden ( Polizei, Präventionsabteilung,Jugendamt), gibt es für Sie kurze Wege und schnelle Hilfe durch persönliche, kostenlose Begleitung.


Schulangebot - Diskret - schnell - im Sinne Ihrer Schüler und Eltern!

Projekte in Zusammenarbeit mit mir als Coach:

Pilotprojekt " Wir als Schule - aktiv gegen Mobbing" selbst initiiert . Seien Sie mein Partner und begleiten die wissenschaftliche Studie in Zusammenarbeit mit dem Ministerium Brandenburg.
Kostenlos für Sie  - nachhaltig und effektiv !

Tipps für LER - Unterricht oder Projekttag:

Geschichten erzählen
Erzählen Sie der Klasse, was Mobbingopfer alles ertragen müssen, aus Sicht eines Mobbingopfers.


Rollenspiele umsetzen :


Spielen Sie es in Rollenspielen so exakt wie möglich nach und konfrontieren so jedes einzelne Kind mit der Situation (bitte aber keine Kinder einbeziehen, die schon Mobbingopfer waren und dies selber bereits erlebt haben).


Erarbeiten Sie mit der Klasse, wie sich Mobbingopfer wehren können und aus dem Kreislauf ausbrechen können. Zeigen Sie als Erzieher oder Lehrer, dass das Mobbingopfer jederzeit Hilfe von einem Erwachsene erhalten kann. Es (muss) soll sich trauen, Hilfe zu holen. Schweigen bringt nichts. 
 
Geben Sie dem Mobbingopfer Selbstvertrauen:

  • „Du kannst was!“,
  • „Du bist ein tolles Kind!“,
  • „Du bist stark"

 
Klären Sie gemeinsam, an welchen Plätzen in der Schule die Angriffe passieren können und wie das Kind diese Orte meiden kann. Wenn ein Ausweichen nicht möglich ist, dann
raten Sie den Kindern, Freundschaften untereinander aufzubauen, um dort zunächst Hilfe vor den Übergriffen zu erhalten!

◾" Kummerkasten"  -  hier kann sich ein Kind anvertrauen. Ich berate Sie gern.
◾" Vertrauensleher" -  Kontaktdaten allen Schülern bekannt?
◾" externe Anbieter" - Schaukasten mit Ansprechpartnern oder zusammen erarbeiten

 
Elterngespräche:

Frühzeitige Gespräche mit den Eltern können helfen und sollten anhand eines Leitfadens durchgeführt werden. Seien Sie sachlich und emotionsfrei und hören Sie
beiden Seiten, Opfer und Täter, aufmerksam zu. Alle Maßnahmen, die Sie als 
Direktor / Lehrer /Erzieher ergreifen, sollten so ausgelegt sein, dass sie effektiv und einfach sind und somit nachhaltig wirken. Idealerweise sollten sich mehrere Lehrer und / oder Erzieher beteiligen. In der Regel haben die älteren Lehrer und / oder Erzieher bereits viel Erfahrung gesammelt und können beiden Seiten helfen. Bitte keine Schuldzuweisung aussprechen.


Alle Beteiligten müssen lernen, dass das Verhalten keinesfalls toleriert werden kann.
 
Kollegengespräche:

Mobbing geht an der Schule und in Einrichtungen alle an. Allen Beteiligten muss klar sein, dass Mobbing kein Problem zwischen bestimmten Personen ist. An diesem Prozess sind alle beteiligt.
Mitläufer und auch die schweigende Restgruppe der Schulklasse tragen zur
Verstärkung des Problems bei, genauso wie untätige, wegschauende Erzieher, Lehrer oder Kinder.


Lehrer und / oder Erzieher sollten aggressiven Kindern klar zu verstehen geben, dass ihr Verhalten nicht geduldet und nicht akzeptiert wird.


Sozialkompetenz muss in den ersten Monaten strikt umgesetzt und eingehalten werden,
um Mobbing nicht aufkommen zu lassen. Eine positive anregende Klassenatmosphäre ist die Belohnung. Deshalb setzen Sie frühzeitig Grenzen!


Um Kindern wirklich zu helfen, braucht es oft qualifizierte professionelle Hilfe. Es muss herausgefunden werden, warum man Kinder mobben kann und dann braucht es eine Denk- und Verhaltensänderung, um erfolgreich zu sein!