Hilfe bei Trauerbewältigung

Trauerbegleitung und Trauerbewältigung


Coaching zur Trauerbewältigung . Warum?


Ein Coaching, dient bei einem schmerzlichen Todesfall einer geliebten Person oder bei Verlust einer gewohnten Lebenssituation (Trennung, Gesundheit, Arbeit). Ihre Trauer ist keine Krankheit, sondern gehört leider im  Leben dazu: daher eignet sich Coaching sehr gut zur Trauerbegleitung.

Die Ordnung und Sicherheit Ihres Lebens , wird durch einen Trauerfall durcheinander geworfen!

Doch Sie haben eigene Ressourcen, sich aus eigener Kraft, aus Ihrer Trauer zu befreien Ich will Sie darin unterstützen, Ihre Ressourcen zu aktivieren - reflektieren Sie Ihre Trauer - setzen Sie Ihre Blockaden frei und erweitern Sie durch unser Coaching Ihre Handlungskompetenz.

Methode:
Ihre persönliche Trauerreaktion ist im Fluss und mein Team und ich begleiten Sie.  Diskretion , Zuhören , Wertschätzen, Begleiten, externe Ansprechpartner benennen und auch das gemeinsame Schweigen - das sind unsere Qualitätsrichtlinien, für ein vertrauenvolles Miteinander.

profitieren Sie von unserer Unterstützung.....
◾Ihren Facetten der Trauer - geben wir Raum
◾aktivieren und stabilisieren der eigenen Kräfte
◾Begleitung des Trauerprozesses
◾einfühlsam in professioneller Atmosphäre
◾Neugestaltung / Neuorientierung


Wenn ein geliebter Mensch stirbt…

gibt es keine Antworten. Nicht die Fragen nach dem "Warum ...?" bringen uns weiter, sondern besser die Fragen nach dem "Wohin ...?" oder "Wozu ...?".

Wege der Bewältigung:

Gefühlsbetont ? emotional ? oder handlungsorientiert? Es hängt von verschiedenen Faktoren ab:
◾Ihrer Persönlichkeit
◾Ihren bisherigen Lebenserfahrungen
◾Ihrem Wunsch nach Veränderung und Neuorientierung
◾der aktuellen Phase Ihres Trauerprozesses

"Geh langsam weiter, in Deinem Tempo, aber geh……"

" Entdecke Dein Leben wieder Neu "

Die vier Trauerphasen:

In der Trauer nach einem Todesfall unterscheidet man generell vier verschiedene Phasen, die ineinander übergehen, aber im Lauf der Trauerprozesses auch wechselweise wieder auftreten können. Intensität und Dauer sind sehr individuell und hängen auch von der Beziehung ab, die Sie zum Verstorbenen hatten. Sollten Sie das Gefühl haben, dass Sie in einer Trauerphase feststecken, kann Ihnen ein Trauerbegleiter oder Psychologe professionelle Unterstützung bieten.

1. Die Schockphase

Ein emotionaler Schockzustand ist oft die erste Reaktion auf den Tod eines geliebten Menschen. Dieser Schock kann ganz unterschiedlich lang sein. Manchmal hält er noch lange nach der Bestattung an. In dieser Trauerphase sind wir empfindungslos und wollen den Tod des Verstorbenen nicht wahrhaben. Nehmen Sie ruhig die Hilfe von Freunden und Familie an, die Ihnen ein Gefühl von Nähe geben können.

2. Das Gefühlschaos

In dieser Phase brechen nach dem Schockzustand alle Gefühle durch. Sie werden von verschiedensten Emotionen überflutet wie Wut, Angst, Hass, Verzweiflung und Sehnsucht. Oft fühlen Sie sich schuldig oder suchen einen Schuldigen für den Verlust des geliebten Menschen. Gerade Eltern, die ein Kind verloren haben, werden oft von schweren Schuldgefühlen geplagt. Unterdrücken Sie diese Gefühle nicht, sondern lassen Sie diesen freien Lauf.

3. Suchen und Sich-trennen

In dieser Trauerphase durchleben Sie noch einmal vertraute Situationen und gemeinsame Lebensabschnitte. Vielleicht führen Sie auch Zwiegespräche mit dem Verstorbenen, was Ihre Umwelt oft nicht nachvollziehen kann. Wenn Sie sich zurückziehen wollen, um in Ruhe Abschied zu nehmen, dann nehmen Sie sich diese Freiheit. Insbesondere trauernde Kinder durchleben diese Phase oft besonders intensiv.

4. Neuorientierung

Die letzte Trauerphase ist der Schritt des Loslassens. Wenn Sie das Gefühl haben, innerlich von Ihrem geliebten Menschen Abschied genommen zu haben, werden Sie merken, dass Sie mit dem Verlust besser umgehen können. Dieser Neuanfang bedeutet nicht, dass Sie den Verstorbenen vergessen haben, sondern dass Sie Ihren Trauerprozess in Frieden abgeschlossen haben. Der verstorbene Mensch ist oft zu einem inneren Teil geworden, an den man sich mit Wehmut, aber auch wieder mit Freude erinnern kann. Viele Angehörige empfinden es als heilsam, sich auch über diese Phase hinaus intensiv selbst um die Grabpflege zu kümmern.

Je schöner und voller die Erinnerung, desto schwerer die Trennung. Aber die Dankbarkeit verwandelt die Qual der Erinnerung in eine stille Freude. Man trägt das vergangene Schöne wie ein kostbares Geschenk in sich.
(Dietrich Bonhoeffer)


Sternenkinder

Wenn du bei Nacht
in den Himmel schaust, wird es dir sein,
als lachten alle Sterne,
weil ich auf einem von ihnen wohne,
weil ich auf einem von ihnen lache.
Du allein wirst Sterne haben, die lachen können!

- Antoine de Saint-Exupéry -

Sie haben ihr Kind hergeben müssen noch bevor Sie es richtig willkommen heissen konnten: Abort, Fehlgeburt, Abtreibung, Totgeburt, Adoption, Loslassen des Kinderwunsches. Drücken Sie Ihre Trauer aus, fühlen Sie den Verlust, lassen Sie Ihre Gefühle fliessen.


Mögliches Vorgehen:
◾Erstgespräch zum Kennenlernen (kostenlos)
◾Gemeinsame Planung des Abschiedsrituals
◾Durchführung des Abschiedsrituals

Nach Bedarf begleite ich Sie gerne ein Stück auf Ihrem Trauerweg.


Folgende Leistungen sind im Ritual inbegriffen:
◾Gespräche und gemeinsame Planung
◾Durchführung des Abschiedsrituals

Sprechen Sie uns an. Diskretion und ein sensibler Umgang , sind selbstverständlich!

Auch hier arbeiten wir mit einem Kompetenzteam aus Psychologen, Trauerrednern und Bestattungsinstituten zusammen.


Trauerbewaltigung bei Kindern

Wie trauern Kinder?

Kinder trauern anders als Erwachsene - in plötzlich auftretenden heftigen Schüben. Danach scheint wieder alles gut. Doch dem ist oft nicht so. Eltern müssen viel Geduld aufbringen.


Erst mit neun oder zehn Jahren können Kinder überhaupt realisieren, dass der Tod das unwiederbringliche Ende des Lebens bedeutet und auch das eigene Leben enden wird. Vorher gehen Kinder mit dem Thema Tod meist interessiert, aber sachlich um, denn sie sind der Überzeugung, dass tote Tiere und Menschen irgendwann wieder auferstehen.

Manche Erwachsene befremdet es auch, dass ihr Kind zuerst scheinbar keine Reaktion zeigt auf eine Todesnachricht, dann aber unvermittelt heftig reagiert. Wenn Kinder trauern, tun sie es in plötzlich auftretenden Schüben:

"Bei Kindern und Jugendlichen verlaufen Trauerprozesse nicht so kontinuierlich wie bei Erwachsenen. Sie trauern gleichsam auf Raten. Ganz plötzlich bricht die Trauer aus ihnen heraus, wirft sie weinend zu Boden, und genauso plötzlich können sie wieder aufspringen und sich lachend entfernen. Dieses Verhalten schützt Kinder und Jugendliche vor Überbeanspruchung."

Gertrud Ennulat, Pädagogin und Autorin (1941-2008)

Sollen Kinder mit zur Beerdigung gehen?

Viele Eltern wollen ihren Kindern die Konfrontation mit dem Tod ganz ersparen und sie davor schützen. Sie nehmen ihre Kinder grundsätzlich nicht zu Beerdigungen mit. Doch das ist der falsche Ansatz. Man sollte zumindest älteren Kindern, also Kindern, die das Grundschulalter erreicht haben, nicht die Möglichkeit nehmen, sich von geliebten Menschen persönlich zu verabschieden.

Vorher sollte man Kindern vorbereitend berichten, wie Trauerfeier und Beerdigung ablaufen, wer zur Beerdigung kommen wird und dass man danach meist noch in ein Gasthaus geht, um gemeinsam Kaffee zu trinken.

 Man kann die  Kinder am Sarg Abschied nehmen lassen oder Erinnerungsstücke in den Sarg legen lassen. Voraussetzung dafür: Das Kind entscheidet selbst zu jedem Zeitpunkt, was es tun und was es lassen möchte. Bitte begleiten Sie Ihr Kind hier ganz intensiv oder lassen Sie es von einer vertrauten Person oder durch uns als Coach begleiten - lassen Sie dadurch auch Ihrer eigenen Trauer Raum.

Ein eigenes Abschiedsritual für Kinder:

Wir entwickeln zusammen ein eigenes, ganz persönliches Abschiedsritual mit Ihrem Kind. Basteln zum Beispiel ein "In Memory"  Album zum ins Grab legen oder behalten, ein Abschiedsbrief oder ein gemaltes Bild.

Gemeinsam trauern tröstet:

"Die Oma ist friedlich eingeschlafen." Wenn Ihr Kind noch kleiner ist, können Sie ihm mit einem solchen Satz große Angst einjagen - vor dem eigenen Einschlafen. Und außerdem ist dieser Satz schlicht gelogen: Oma ist nämlich nicht eingeschlafen, denn sie wacht nie wieder auf und sie kommt auch nicht wieder zurück. Auch folgende Formulierungen sollte man vermeiden, wenn man Kindern eine Todesnachricht überbringt: "... ist von uns gegangen", "...hat Gott zu sich geholt", "... ist heimgegangen".

Aufrichtigkeit und Vorbild sind beim Trauern wichtig:

Zeigen Sie Ihre Gefühle. Nur so erleben und lernen Kinder, dass es in Ordnung ist zu trauern, Gefühle zu zeigen und Tränen zu vergießen.

 

Eltern sollten bei trauernden Kindern genau auf Verhaltensveränderungen achten: Wenn sich das Kind total zurückzieht, sich oft aggressiv verhält oder den Spaß an den Hobbies oder dem Umgang mit Freunden ganz verliert, kann es sein, dass professionelle Hilfe durch einen Psychologen oder einen Trauerbegleiter nötig ist.


 

Hier arbeiten wir mit einem Kinderpsychologen zusammen. Bei der Besorgung eines kurzfristigen Termines, unterstützen wir Sie sehr gern!

 

Kinder lernen vom Vorbild: Eltern sollten Gefühle zulassen.

 

Kinder müssen erst noch lernen zu trauern - und das tun sie, indem sie sich an den Erwachsenen orientieren, so die Pädagogin Gertrud Ennulat. Kinder haben sehr feine Antennen dafür, wenn bei den sie umgebenden Erwachsenen Stimmung und Verhalten nicht übereinstimmen. Also ist es der falsche Weg, als Mutter oder Vater die eigene Trauer zu unterdrücken. Sie dürfen vor ihren Kindern und auch gemeinsam mit ihren Kindern weinen.

Auch Wut ist ganz normal:

"Das wütende Kind passt nicht in unser Bild vom trauernden Kind. Tränen und ein verweintes Gesicht, Stillsein und Zurückgezogenheit entsprechen viel eher unseren Erwartungen. Doch die Wut entsteht als Gegenkraft zu der Erfahrung der totalen Ohnmacht"

“Die Trauer ist wie ein Meer. Man schwimmt und rudert, damit man darin nicht versinkt. Kinder trauern mehr wie in Pfützen. Sie springen rein und wieder raus.„


Wann endet die Trauerphase bei Kindern?


Das kann man nicht sagen. Bei Kindern geht es oft schneller als bei Erwachsenen. Denn sie leben im Hier und Jetzt und haben bessere Ressourcen. Wenn Kinder gut begleitet werden von lieben Menschen, dann kommen sie schneller aus der grössten Trauer hinaus und können die verstorbene Person im Herzen wahren. Aber die Trauer wird nie aufhören. Nur die traurigen Zeiten werden kürzer. Sie sind aber noch so stark wie am Anfang. Trauer ist ein lebenslanger Prozess.